POLIS
An Architectural Product
Unabhängig davon, ob es sich um einen öffentlichen Bau, ein gewerbliches Gebäude oder ein privates Wohngebäude handelt, beim Entwerfen orientieren sich die Architekten in der Regel an den gegebenen Bedürfnissen, die wiederum der Bauherr definiert. In den seltensten Fällen wird zuerst ein Gebäude als Produkt entworfen und dann im nächsten Schritt versucht, es zu vermarkten.
In dem vorliegenden Projekt sieht Tobias Huber Architektur aus der Produktperspektive und entwickelt auf Basis dieses Ansatzes mehr wie ein Produktdesigner als ein Architekt eine Wohneinheit.
Ausgangspunkt für das Projekt ist zunächst ein existierender Mangel. Aufgrund der Tendenz zunehmender Individualisierung und Singularisierung der westlichen Gesellschaft steigt der Bedarf an kleinen, erschwinglichen Wohneinheiten für Singles. Gerade in den großen Metropolen wie beispielsweise London, Tokio oder NYC ist dieser Mangel besonders präsent und schlägt sich in drastisch gestiegenen Miet- und Immobilienpreisen nieder.
Die Firma 'POLIS' stellt als Lösung für das beschriebene Problem kompakte Living-Units her, die in kleineren Gruppen an Docks innerhalb innerstädtischen Bereichen angeschlossen werden und dadurch an bestehenden urbanen Strukturen flexibel anknüpfen. Ein Hauseigentümer wird zum Franchise-Unternehmer, in dem er von der Firma 'Polis' eine Anzahl dieser Docks erwirbt. Diese wiederum kann der Eigentümer auf Dächern oder Feuerwänden seines schon vorhandenen Gebäudes installieren und erhält damit die Möglichkeit, den Ertrag aus seiner Immobilie durch die Vermietung zusätzlich geschaffener Stellflächen mit relativ geringem Risiko und Aufwand zu erhöhen.
Es gilt aber nicht nur auf den vorhandenen Mangel zu reagieren und gewisse Begebenheiten sich zu Nutze zu machen. Das neue Produkt überzeugt auch durch seine Eigenschaften, seine Andersartigkeit und auch aufgrund seines Images und erzielt somit einen künstlichen Bedarf. Dies geschieht, in dem die Nutzer die Unit einzeln erwerben und diese entsprechend dem Vorbild aus der Automobilindustrie individuell customisieren können. Von der Farbe des Außenlackes und diversen Fassadentypen bis hin zu unterschiedlichen Inlays (Bad und Kücheneinheiten), Möblierungen und Materialien im Innenbereich kann der Kunde seine persönliche Auswahl treffen. Auf diese Art und Weise wird gewährleistet, dass der Kunde nicht in einer eintönigen Masse untergeht, sich nicht nur als einer von vielen identifiziert, sondern dass die Unit vielmehr dazu beiträgt, den individuellen Lebensstil des Kunden auszudrücken (wie es beispielsweise Kleidungsstücke verschiedener Marken heute schon ermöglichen).
Durch eine kompakte Organisation der Units, einer seriellen Fertigung, die günstige Preise bei gesteigerter Qualität ermöglicht, einer geschickten Nutzung von attraktiven urbanen Standorten (z. B. von Dächern mit Aussicht, die sonst unerschwinglich wären) und einer 'besonderen' Art zu wohnen (ich wohne 'POLIS') grenzen sich die Wohnunits klar zu herkömmlichen Apartments ab und erzielen dadurch einen wichtigen Wettbewerbsvorteil. Die im Vergleich zu gewöhnlichen Immobilien relativ kurze Nutzungsdauer führt zudem zu einer kurzfristig ausgerichteten Bindung des Konsumenten und dadurch zu einer höheren Bereitschaft, eine Einheit für einen bestimmten Lebensabschnitt in einer Metropole zu erwerben.
Als erster Standort für die Produkteinführung wurde Manhattan ausgewählt. Der Stadtteil New York Citys erzielt durch seine enorme Medienpräsenz eine Signalwirkung auf andere Städte, die dann nach und nach “polisized“ werden. Um Interesse und Neugierde der Stadtbewohner zu wecken, fahren Trucks mit einer Unit beladen durch die Straßen Manhattans.
Als Imageträger werden junge, innovative Szene-Künstler und Musiker eingesetzt, die sich noch am Anfang ihrer Karriere befinden. Sie erhalten über 'POLIS' die Möglichkeit, für eine Schaffensperiode in einer Metropole zu leben und zu wirken.
Aufgrund der Tendenz zunehmender Individualisierung und Singularisierung der westlichen Gesellschaft steigt der Bedarf, an kleinen, erschwinglichen Wohneinheiten für Singles. Gerade in den großen Metropolen wie beispielsweise London, Tokio oder NYC ist dieser Mangel besonders prägnant und schlägt sich in den Miet- und Immobilienpreisen nieder, die in der letzten Jahren drastisch zugenommen haben. Die Firma 'POLIS' reagiert auf diesen Mangel mit der Entwicklung kompakter Living-Units, die in kleinere Gruppen an Docks innerhalb innerstädtischen Bereichen angeschlossen werden und so an bestehenden urbanen Strukturen parasitär anknüpfen.
Ein Hauseigentümer wird zum Franchise-Unternehmer, in dem er von der Firma 'Polis' eine Anzahl dieser Docks. Diese kann der Eigentümer auf Dächern oder Feuerwänden seines schon vorhandenen Gebäudes installieren und erhält damit die Möglichkeit, den Ertrag aus seiner Immobilie durch die Vermietung zusätzlich geschaffener Stellflächen mit relativ geringem Risiko und Aufwand zu erhöhen.
Die Units an sich können einzeln von den Nutzern erworben und customisiert werden (von der Farbe des Aussenlackes und diversen Fassadentypen bis hin zu unterschiedlichen Inlays, Möblierungen und Materialien im Innenbereich). Auf diese Art und Weise wird gewährleistet, dass der Kunde nicht in einer eintönigen Masse untergeht, sich nicht nur als einer von vielen identifiziert, sondern dass die Unit vielmehr dazu beiträgt, den individuellen Lebensstil des Kunden auszudrücken (wie es beispielsweise Kleidungsstücke verschiedener Marken schon tun).
Durch eine kompakte Organisation der Units, einer seriellen Fertigung, die günstigere Preise bei gleichbleibender Qualität versprechen, einer geschickten Belagerung von attraktiven urbanen Standorten (z. B. von Dächern mit Aussicht, die sonst unerschwinglich wären) und einer 'besonderen' Art zu wohnen (ich wohne 'POLIS') grenzen sich die Wohnunits klar zu herkömmlichen Apartments ab und erzielen dadurch einen wichtigen Wettbewerbsvorteil. Die im Vergleich zu gewöhnlichen Immobilien relativ kurze Lebensdauer führt zudem zu einer kurzfristig ausgerichteten Bindung des Konsumenten und dadurch zu einer höheren Bereitschaft, eine Einheit für einen bestimmten Lebensabschnitt in einer Metropole zu erwerben.